Jahresbericht 2004

 

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Inhalt:

Die einzelnen Punkte des Inhaltsverzeichnisses sind verlinkt: Sie Können durch Klicken auf die Überschriften jeweils direkt zum entsprechenden Abschnitt springen.


Impressum:
Herausgeberin: Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle

Redaktion und verantwortlich für den Inhalt: Andrea Klaas

AutorInnen: Ursula Bank-Mugerauer; Ulrich Beer-Bercher;
Andrea Klaas; Helene Kolb; Hanne Reutti; Eva-Maria Schaudel

Datum: Juli 2005


Wir danken der Sparkasse für ihre Unterstützung beim Druck des Jahresberichts.

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Vorwort

zum Jahresbericht 2004 der Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle


Die Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle bietet psychologische Beratung an.
Diese unterstützt Menschen im Aufbau von Beziehungen, in der Bewältigung von Paarkonflikten, bei der Verarbeitung von Trennung und Scheidung, im Umgang mit Belastungen und Lebenskrisen und eröffnet die Chance zur Neuorientierung. Sie versteht sich als Beratungsdienst für erwachsene Menschen.
Unsere Arbeit umfaßt folgende Leistungsbereiche:
Ehe- bzw. Partnerschaftsberatung, Lebensberatung, Familienberatung, Trennungsberatung, Mediation, muttersprachliche Beratung für Migranten und Migrantinnen, Supervision, Email- Beratung.

Trägerin: Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatung Karlsruhe e.V.
(Mitglieder: Karlsruher Frauenverbände, die evangelische und die
katholische Kirche, Stadt und Landkreis Karlsruhe)
1. Vorsitzende: Frau Rechtsanwältin Britta Auer
2. Vorsitzende: Frau Silvia Burkardt, Mitglied der Katholischen Frauengemeinschaft
Schatzmeister: Herr Gerald Peregovits, Steuerberater, Dipl. Finanzwirt (FH)
Stellenleiterin: Andrea Klaas

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Das Team stellt sich vor

Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
haben im Jahre 2004
  2.086 Beratungsstunden angeboten:

Bank–Mugerauer, Ursula Ev. Diplom–Theologin, Supervisorin (DGSV), Mentorin (50%)
Beer–Bercher, Ulrich Kath. Diplom–Theologe (50%)
Klaas, Andrea Diplom–Biologin, Mediatorin (BAFM), Mentorin (75%)
Reutti, Hanne Juristin, Mediatorin (BAFM) (50%)
Schmitt, Manfred Diplom–Psychologe, Psychotherapeut (50%), bis 31.07.2004


Die Honorarkräfte haben im Jahre 2004   2.720 Beratungsstunden angeboten:

Drescher, Michael Kath. Diplom–Theologe, Mediator (BAFM)
Gappisch, Cathrin Diplom-Psychologin
Kolb, Helene Dolmetscherin
Kühlmann, Martin Kath. Diplom-Theologe
Neff, Chantal Diplom–Psychologin
Peitgen-Hofmann, Petra Diplom–Psychologin
Pils, Rosemarie Designerin
Schaudel, Eva-Maria Krankenschwester
Dr. Schreiber, Christa Fachärztin, Psychotherapeutin
Winter, Sabine Diplom-Psychologin
Ziegler, Angela Heilpraktikerin

Alle Beraterinnen und Berater haben die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsausbildung.


Praktikantinnen: Poley, Martina und Rempp, Tanja, Psychologiestudentinnen

Sekretariat: Klix, Christa Sekretärin (65%); Wild, Annegret Sekretärin (65%)

Alle Mitarbeitenden unterliegen der Schweigepflicht.

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Das Team als Seismograph

von Ulrich Beer-Bercher

Beratung findet in der Regel in einem sehr intimen und geschützten Setting statt: BeraterIn und KlientIn sind alleine im Raum, sie werden nicht unterbrochen oder gestört, der Inhalt ihres Gespräches ist durch die Schweigepflicht geschützt. Dieser geschützte Raum ermöglicht eine Offenheit und Tiefe, die in anderen Kontexten schwer möglich ist – sie birgt aber auch spezifische Gefahren: Die Beratung kann eindimensional, unkreativ, problemerhaltend werden.

Diese Gefahr wird verringert, wenn die Beratenden wie in unserer Stelle in ein multidisziplinäres Team integriert sind, das sich als therapeutisches System begreift und die Beratungsarbeit durch Intervision, Supervision, fachlichen Austausch und gemeinsame Fortbildung begleitet.

Das Team dient jedoch nicht nur als therapeutisches System, als Mittel der Qualitätsentwicklung und -sicherung und als Managementraum, es kann für die Träger der Stelle und die Öffentlichkeit auch als ein Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen wirken.

Unserem Team fielen im Rückblick auf das Jahr 2004 folgende
Tendenzen auf, die möglicherweise gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln:

1. Das Selbstbewusstsein von Frauen verändert sich: Ihre berufliche Identität ist sehr viel klarer, bei hoch qualifizierten jungen Frauen steht die Karriere in der Werteskala weit oben. Partnerschaft und Kinder spielen in der Lebensplanung eine geringere Rolle, die inneren Bilder davon bleiben blass und vage, Entscheidungen orientieren sich eher an beruflichen als an familialen Zielen. Auch bei weniger qualifizierten Frauen hat die Berufsausbildung und die Berufsausübung inzwischen einen deutlich höheren Stellenwert als früher. Junge Mütter leiden
unter der Beschränkung auf die Hausfrau-und-Mutter-Rolle.

2. Während früher eher Frauen von Eifersucht und Kontrollwünschen berichteten, leiden heute zunehmend mehr Männer darunter. Spiegelt sich darin die zunehmende Verunsicherung der Männer über ihre Rolle, aber auch über die Stabilität der Partnerschaften wieder?

3. Patchworkfamilien in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen und Problemlagen suchen in immer stärkerem Ausmaß die Beratungsstelle auf. Weist das auf die besondere Problemlage dieser Familienform hin – oder nimmt schlicht die Zahl der Patchworkfamilien zu? Ist die Patchworkfamilie die Normalfamilie der Zukunft?

4. Die innere Heimatlosigkeit vieler Migranten und Migrantinnen belastet Familien und Partnerschaften: Die Menschen neigen dazu, die verlorene Sicherheit und Stabilität verstärkt in der Partnerschaft zu suchen, diese wird dadurch massiv überfordert. Hinzu kommt das Fehlen traditioneller Unterstützungssysteme wie Großfamilie und Dorfgemeinschaft.

5. Die Digitalisierung der Gesellschaft macht auch vor den Partnerschaften nicht halt: „virtuelles Fremdgehen“ und Beziehungen im Internet ganz allgemein spielen eine zunehmend größere Rolle.

6. Weiter beschäftigen uns Paare, die schon lange in sehr unbefriedigenden Situationen feststecken: Dazu gehören sowohl streitende Paare, die einfach keinen Ausweg aus der Spirale permanenter Abwertung finden, als auch Paare, denen im Laufe der Partnerschaft die Lust verloren gegangen ist.

7. Und natürlich beschäftigt uns weiter die schwierige Kommunikation in vielen Partnerschaften:
Die Unfähigkeit, über Gefühle und Beziehung angemessen miteinander zu sprechen, bringt weiterhin viele Paare in Krisen und Konflikte.

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Abenteuer Partnerschaft

Gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln sich in der Arbeit der Ehe-, Familien- und
Partnerschaftsberatungsstelle Karlsruhe.

von Andrea Klaas

„Die Menschheit ist dabei, ein neues Experiment zu starten: Männer und Frauen sollen mit gleichen Rechten und Pflichten als Paare zusammenleben!“ (Koschorke,; Fokus Beratung 11, 2004). Das Zusammenleben von Mann und Frau war in der Geschichte der Menschheit immer hierarchisch organisiert. Wir in Deutschland haben den Versuch 1949 begonnen: „ Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ Grundgesetz, Art. 3. Seither ist unser Familienrecht in stetiger Bewegung und spiegelt so die gesellschaftlichen Entwicklungen wieder.

Gelingt uns ein Miteinander von Mann und Frau ohne Über- und Unterordnung? Wie schwer das ist, zeigt sich nicht nur in den oft zitierten hohen Scheidungszahlen, sondern auch z.B. in den Statistiken über Lebensläufe von Frauen und Männern in Deutschland („frauen leben“ und „männer leben“ ,BZgA 2004). Entgegen allen Trends zum Single-Dasein ist Partnerschaft und Familie das beherrschende Thema, auch für unsere alleine lebenden Klientinnen und
Klienten. In Partnerschaft und Familie zu leben entspricht wohl einer menschlichen Ursehnsucht. Der Wunsch, dass Ehe und Familie gelingen möge, rangiert in Umfrageergebnissen zur Lebenszufriedenheit an oberster Stelle.

Trends aus „männer leben“, einer Studie der BZgA 2004, über Männer in Partnerschaft:

- Ältere Männer haben eher jüngere Partnerinnen.
- Höher und hoch qualifizierte Männer haben Frauen mit niedrigerem Bildungsabschluss.
- Ehe und Kinder bewirken eine Traditionalisierung familialer Aufgabenteilung.
- Höher qualifizierte Männer haben überdurchschnittlich viele Kinder.

Parnterwahl in Relation zum Bildungsniveau


Warum fällt es uns so schwer gleichberechtigte Partnerschaft zu leben? Frauen und Männer müssen auf Gewohnheiten verzichten, die ihnen über Generationen Sicherheit geboten haben, sie müssen alles, was bisher weibliche Domäne (häusliche Ordnung nach bestimmten Prinzipien) oder männliches Revier (zumindest nach außen hin die hierarchisch übergeordnete Position) war, zu Verfügung stellen. Auf der Ebene von Lebensgefährten und Liebenden können junge Paare das oft gut verwirklichen. Kommen Kinder hinzu, ändert sich die Situation: Die Elternteile, die sich als „Schützende“ um ihre Kinder sorgen, werden ihrerseits schutzbedürftig, Abhängigkeiten und Hierarchien stellen sich leicht ein.

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Partnerschaft verweigern - oder verhandeln

Beratung bietet Raum für die Suche nach neuen Lösungen

In der Phase der ersten Verliebtheit verbringen Paare viel Zeit miteinander, reden über alles, verhalten sich liebe- und respektvoll. Sie möchten sich gegenseitig möglichst alle Wünsche, auch die nicht einmal ausgsprochenen, erfüllen. Liebe scheint in der Erfüllung von Wünschen zu bestehen, Wünsche nicht zu erfüllen würde demnach bedeuten, nicht mehr zu lieben. Diese Haltung schafft auf Dauer Konflikte, sie ist das Gegenteil von gleichberechtigter Partnerschaft. In der reifen Partnerschaft ist jeder in der Lage, für sich selber zu sorgen. Sie, er weiß um ihre, seine Bedürfnisse und Wünsche und bringt sie angemessen zur Sprache. Und sie, er kann auch ertragen, wenn der Partner, die Partnerin nicht immer wunschgemäß reagiert. So gesehen ist Partnerschaft der Versuch, den anderen nicht in der eigenen Vorstellungswelt einzuschließen, sondern offen zu sein für Überraschungen. Partnerschaft bleibt ein Abenteuer.

Im Beratungsprozeß üben Paare das Aushandeln von Bedürfnissen und Interessen, lernen Spannungen auszuhalten, Unterschiede zu akzeptieren und einvernehmlich Lösungen zu suchen. Oft müssen sie auch über Verletzungen und Kränkungen sprechen und sich mit der Vergangenheit bzw. miteinander versöhnen. Partnerschaft kann man lernen!

2004 wurden in der Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle
1619 Klienten und Klientinnen
in 1081 Fällen beraten.

Beratungsstunden insgesamt: 4.812

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Charakteristik der Ratsuchenden 2004

Über 40 % unserer Klientel ist zwischen 35 und 45 Jahre alt:
in der „Familienphase“ ist die Belastung für die Paare am größten.

Alter

Fälle mit Kindern: 53,84 %:
KJHG-Klienten mit Kindern unter 18 Jahren

 

Lebensform


Als Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle sprechen wir natürlich hauptsächlich Menschen an,
die in festen Beziehungen leben.

Familienstand


Dauer der aktuellen Partnerschaftl

Das verflixte 7. Jahr markiert schon einen Höhepunkt der Konflikte …..
aber Probleme entstehen häufig, wenn eine Phase der Partnerschaft in die nächste übergeht:

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Was bewegt unsere Klientel zur Beratung?

Zu einer Beratung entschließt man sich schwer – meistens müssen da erst mehrere Problemfelder zusammenkommen: man fühlt sich z.B. ständig überfordert, denkt über Trennung nach und leidet unter Einsamkeit. Am Anfang jeder Beratung fragen wir nach dem Anlass, der die Klientinnen und Klienten zu uns führt. Natürlich zeigen sich im Lauf der Beratung oft weitere Themen, über die man in der ersten Stunde vielleicht noch nicht reden mochte, sei es, weil sie, wie die Sexualität, zu schambesetzt sind, oder weil deren Bedeutung für die aktuelle Situation nicht klar war.

Beratungsanlässe


Partnerbezogene Anlässe

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Muttersprachliche Beratung

Spiegeln die 9.1 % Migrantinnen und Migranten unter unseren Ratsuchenden unsere gesellschaftliche Realität wieder? Zur Zeit leben in Karlsruhe mehr als 38.000 Migrantinnen und Miganten aus über 140 Nationen (das entspräche ungefähr 13,6 %)! In der Beratung fällt auf, dass diese Klientinnen und Klienten deutlich stärker belastet sind.

Was kann zu dieser Belastung führen?

  •  Das Bild von Partnerschaft und Familie aus dem Herkunftsland kollidiert mit dem hiesigen.
  •  Frauen wünschen die Veränderung, Männer fürchten den Rollenwandel in Beziehungen.
  •  Migrantenfamilien bleiben oft „unter sich“ und ihrem Kulturkreis dogmatisch verhaftet.
  •  Menschen, die hier noch nicht beheimatet sind, verlieren in Krisen leichter den Boden unter den Füßen.
  •  Auf scheinbar auswegslose Situationen ist die Anwendung von Gewalt eine Reaktionsmöglichkeit.

Staatsangehörigkeit

Wir fördern Integration:

In der Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungstelle können sie sich in
Englisch, Französisch, Russisch, Türkisch
und mit einer Dolmetscherin oder einem Dolmetscher in
Eriträisch, Italienisch, Polnisch, Spanisch u.a. beraten lassen.

Um die Anmeldung zu erleichtern, bietet die Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle ab Februar 2005 die Möglichkeit, sich in russischer und türkischer Sprache über Beratung zu informieren und Termine zu vereinbaren.

 


Sprechzeiten in russischer Sprache:

An jedem 1. Donnerstag im Monat,
jeweils von 13 bis 14 Uhr.

Sie sprechen mit Helene Kolb, Dolmetscherin, Ehe-, Familien-
und Lebensberaterin


Sprechzeiten in türkischer Sprache:

An jedem 2. Dienstag im Monat,
jeweils von 13 bis 14 Uhr.

Sie sprechen mit Serife Dülgar-Ünsal,
Sozialpädagogin, cand. psych.

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Zusammenleben gestalten


Wie wird mit dem Thema Familie in verschiedenen Settings gearbeitet?

Wir erleben uns selbst immer in
Beziehungen, Beziehungen haben
unser Fühlen und Denken von Anfang
an geprägt. Die Familie als ein
zentraler Ort für dieses Erleben -
die ursprüngliche, in der wir Kind
waren, und natürlich auch die, in
der wir heute leben, „wirft ihren
Schatten in Gegenwart und Zukunft“.
Sie spielt daher eine wesentliche
Rolle in unserer Arbeit.
In fiktiven Fallvignetten wollen wir
anschaulich machen, wie wir mit
diesem Thema in der Beratungssituation
umgehen können.

 

Eine Einzelberatung

von Eva-Maria Schaudel

Frau S. (45,) verheiratet, keine Kinder, lebt mit ihrem Mann im deutschsprachigen Ausland, da er dort in leitender Funktion in einem Unternehmen tätig ist.

Sie kommt in die Beratung, weil sie in einer sehr wichtigen Frage keine Entscheidung treffen könne. Es gehe darum, dass sie ein einmaliges Angebot von ihrem früheren Arbeitgeber, einem großen Chemieunternehmen, zum beruflichen Wiedereinstieg bekommen hat. Sie war damals als Chefsekretärin tätig, pflegte sowohl Kontakte zu Kunden und war „Anlaufstelle“ für die Probleme der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die sozialen Kontakte zu ihren Kollegen hatte sie die letzten 3 Jahre aufrechterhalten. Ihr Freundeskreis, der ihr sehr wichtig sei, lebe im Karlsruhe. Die Arbeit hätte ihr sehr viel Freude bereitet. Auf der anderen Seite scheint ihr eine Wochenendbeziehung mit ihrem Mann unvorstellbar. Es sei ihr sehr wichtig, das Leben mit ihm zu teilen und abends um ihn zu sein. Er sei zwar beruflich sehr engagiert und auch oft auf Auslandsreise, aber sie könne sich nicht vorstellen getrennt von ihm zu leben. Diese Entscheidung quäle sie so sehr, dass sie nachts nicht mehr schlafen könne, tagsüber fahrig sei, unkonzentriert und keinen anderen Gedanken mehr zulassen könne. Sie habe mit Freunden geredet, sei mal von dieser und dann wieder von jener Lösung überzeugt. Sie habe eine Pro und Contraliste angefertigt, könne aber keine Entscheidung fällen.

In der Beratung kristallisiert sich heraus, dass sie auch in anderen Entscheidungsprozessen immer wieder in existentielle Krisen geraten war. Verständlich wird das Verhalten im Verlauf der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, dem eigenen „Gewordensein“.

Frau S. hatte in ihrem Elternhaus erlebt, dafür geliebt und geschätzt zu werden, dass sie den Leistungsanforderungen und dem Verhaltenskodex der Familie zu jeder Zeit entsprach. Es war für sie als Kind undenkbar, sich diesem expliziten Auftrag des Vaters zu entziehen und „ Eigenes“ zu entwickeln. Ihre Mutter ordnete sich den Maßstäben des Mannes unter und vertrat keine erkennbar eigene Meinung. Frau S. erlebte das Familienklima als kühl, distanziert und leblos.

Durch ihren Beruf hatte sie eine Möglichkeit gefunden, sowohl im Kontakt zu den Kunden als auch zu den Kollegen, eigene Beziehungsmaßstäbe zu entwickeln. Nur in Situationen, in denen sie mit hohem Leistungsdruck konfrontiert wurde, kamen alte Versagensängste, verbunden mit dem Gefühl unwert zu sein, hoch. Ebenso in Situationen, in denen sie sich deutlich positionieren musste. Sich auseinanderzusetzen, auszuhalten nicht in Übereinstimmung mit allen zu sein, fiel ihr schwer. Sie musste lernen, eigene Impulse als berechtigt zu fühlen, eigene Wünsche klar zu benennen. In kleinen Schritten übte sie, sich abzugrenzen und sich mit den dazugehörenden Ängsten zu befassen, sei es in antizipierenden Rollenspielen, durch resourcenorientiertes Fragen und der Arbeit an Gefühlen - eigenen und gespiegelten, mit Gegenwart und Vergangenheit verknüpften, in der Beratungssituation und im konkreten Alltagsgeschehen ... Im Beratungsprozess konnte sie ihre Denk ,- Entscheidungs und Handlungsmöglichkeiten nach und nach erweitern.

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Beratung mit Paaren, die in einer Patchwork-
oder Stieffamilie leben


von Hanne Reutti

Den hier folgenden Beitrag haben wir als gesonderten Aufsatz herausgezogen und - erweitert um eine Literaturliste und eine Liste von Links - auf eine eigene Seite unserer Homepage gestellt. Sie finden den Aufsatz ganz einfach, wenn Sie
  
hier    klicken.

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„... niemand von uns kann gut leben!“

- Familienberatung -

von Ursula Bank-Mugerauer

Frau T. (53) meldet sich und ihren Ehemann (54) sowie Sohn A. (17) zur Familienberatung an. Die ältere Tochter B. (20) wartet auf den Beginn eines psychosomatischen Klinikaufenthaltes und will an den Familiengesprächen nicht teilnehmen.

Zum ersten Termin erscheint nur das Paar, der Stuhl für A. bleibt leer, wie auch in den folgenden 3 Sitzungen. Er habe, so erklärt Frau T., für sich kurz vor dem Termin entschieden, an den Gesprächen doch nicht teilzunehmen, weil seine Schwester nicht dabei sei.

Mein Kollege K. und ich führen als Beratungsduo die Beratung gemeinsam durch und ergründen zunächst den aktuellen Anlass sowie das Ziel. Mithilfe zirkulärer Fragen können auch die nicht anwesenden Kinder einbezogen werden: „Angenommen wir könnten Ihren Sohn A. befragen, was er denkt, worum es Ihnen hier geht / …wer am meisten Leidensdruck in der Familie hat / …was sich am dringendsten verändern sollte / …wer am meisten davon hat, wenn sich nichts verändert / …welches das wichtigste Thema ist / ...; --- was vermuten Sie, könnte er antworten?“

Schnell wird deutlich, dass einerseits Familie T. einer harmonischen Idee von Zusammenleben verpflichtet ist, andererseits aber die unbearbeiteten Konflikte unterschwellig die Atmosphäre derart vergiften, dass Misstrauen und Vereinzelung dominieren. „Niemand von uns kann gut leben“, beklagt Frau T., Herr T. stimmt zu. Ihre Ausführungen dazu geben uns einen Einblick in den Abgrund der Verzweiflung. Das von beiden benannte Ziel beschreibt ein Mehr von demselben: „dass wir wieder eine harmonische Familie sind, wir uns gegenseitig unterstützen, so wie es sein sollte, und jedes Familienglied ungehindert seinen Weg gehen kann.“ Diesem Ziel stehen Symptome bei jedem Familienglied entgegen: Tochter B. schneidet sich seit geraumer Zeit, hat sich über die Schulpsychologin Hilfe gesucht; Sohn A. spricht nicht mehr mit seinem Vater, empfindet die Familie als schrecklich und rastet manchmal aus – einem Nervenzusammenbruch nahe; Herr T. beschreibt sich als depressiv und voll Schuldgefühlen den Kindern gegenüber, denen er so viele Defizite vererbt hat, ohne ihnen helfen zu können. Mit seiner Mutter verbindet ihn eine Hassliebe (schwieriges psychisches Erbe, gleichzeitig Dankbarkeit); Frau T. kann kaum noch atmen zuhause wegen der allzu liebevoll kontrollierenden Schwiegermutter, in deren Haus (Obergeschoss) sie gegen ihren Willen seit der Hochzeit wohnen; von ihr bzw. von ihrem Mann fühlt sie sich um ihr Leben betrogen.

Dabei hat alles wie ein Wunder begonnen: spätes Kennenlernen, als sie weder mit dem Glück der Partnerschaft noch mit dem Geschenk von Kindern gerechnet haben. Die Schwierigkeiten jedoch haben schon früh begonnen, als die Kinder noch klein waren und haben kontinuierlich zugenommen. Das Paar hat bereits in Beratung an der Verbesserung der Beziehung zueinander, auch der sexuellen, gearbeitet - jedoch ohne nennenswerten „Erfolg“.

Überwiegend treten sie in der Haltung von Klagenden auf, die von uns als Berater/in die Veränderung jeweils des anderen erwarten: „Wenn mein Mann lebenslustiger wäre und nicht alles schwer nähme, ...“ / „Wenn sie öfters mit mir schlafen würde, ...“

Woran konkret sie bemerken würden, dass sie ihr Ziel (alle Familienglieder können gut leben) erreicht haben?, fällt ihnen schwer zu beantworten, weil stets etwas nach beider Aussagen „Unveränderbares“ gegen die konkrete Durchführung von Veränderungen steht.

In der Grundhaltung der Neugier und in der Position des Nichtwissens befragen wir mögliche Konsequenzen von Veränderungen (Auszug; betreutes Wohnen für Schwiegermutter; Trennung des Paares; ...) sowie von Nicht-Veränderung aus der eigenen Position und aus der Außenperspektive, jeweils für das familiäre Leben, auch für die Entwicklung der einzelnen Familienglieder. („Angenommen, durch die Beratung verändert sich nichts, wie geht Ihr Leben als Familie weiter, in 2 Jahren ... oder in 5 Jahren?“)

Jedoch ist die Situation, von welcher Seite auch immer sie betrachtet wird, „festgezurrt“, ein Indiz dafür, dass eine als noch bedrohlicher eingestufte Situation mit der Aufrechterhaltung des aktuellen schwer erträglichen Zustandes verhindert werden soll.

Mit Respekt gegenüber dem Paar und Respektlosigkeit gegenüber der Idee von Harmonie in der Familie konfrontiert mein Kollege diese Idee als Schutzhülle für handfeste Konflikte und Aggressionen, die auch in der Beratung noch nicht deutlich benannt wurden. Ich übernehme in einer Art „Splitting“ die andere Seite der Ambivalenz, dass doch die Familie miteinander lebt, wenn auch nicht besonders gut, jedoch mit hoher Kompetenz füreinander sorgt und einsteht bei gleichzeitig hoher Anspannung, und dieser Zustand offensichtlich lohnenswert
genug ist, aufrechterhalten zu werden.

Zögernd stimmen Herr und Frau T. beiden Seiten zu mit einem unentschiedenen „ja, aber“. Das Dilemma von einerseits dringend ersehnter Veränderung und andererseits Verhinderung derselben breitet sich in den Sitzungen wiederholt in lähmend-resignativer Atmosphäre aus. Für Frau und Herrn T. scheinen Schritte der Veränderung so bedrohlich zu sein, dass sie sie weder aussprechen noch hypothetisch in Gedanken durchspielen können, nachdem wir in Identifikation mit ihnen solche Überlegungen eingeführt hatten.

Dass auch die ersehnte Veränderung in Richtung „dass alle gut leben können“ in der Familie einen Preis, d.h. Konsequenzen, hat, ist für Ehepaar T. zwar theoretisch nachvollziehbar, aber nicht konkret besprechbar.

Gegen Ende der 4. Sitzung kündigen wir eine Unterbrechung der Beratungsgespräche mit ihnen an und begründen dies damit, dass offensichtlich die Zeit für Veränderungen für sie noch nicht gekommen ist – und dies aus sicher guten Gründen, die wir achten wollen, auch wenn wir sie nicht genau kennen. Gerne können sie sich als Paar/Familie wieder bei uns melden, wenn einem Familienglied deutlicher geworden ist, was er oder sie im Zusammenleben konkret verändern will und dabei durch Familiengespräche mit uns unterstützt werden
möchte.

Weiter bitten wir um das Einverständnis, mit ihnen in etwa einem halben Jahr telefonisch Kontakt aufzunehmen, falls sie bis dahin keinen weiteren Termin mit uns vereinbart haben, um zu hören, wie der angestoßene Prozess weiter verlaufen ist.

Wir sind gespannt, ob und wie der begonnene Familienberatungsprozess fortgesetzt wird.

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Kinder in der Mediation

von Andrea Klaas

Mediation ist ein spezielles Beratungsangebot für Paare, die sich zu einer Trennung oder Scheidung entschlossen haben und strittige Fragen einvernehmlich und eigenverantwortlich lösen wollen. Bei Paaren mit Kindern geht es besonders darum, wie sie auch nach der Trennung verantwortliche Eltern bleiben können. Trennungen sind heute zwar häufig, und viele erwarten deshalb (besonders von sich selbst!), dass Frauen und Männer damit selbstverständlich und souverän umgehen können. Aber eine Trennung stürzt die Betroffenen meist in eine heftige Krise. Die Eltern sind daher oft damit überfordert wahrzunehmen, wie ihre Kinder diese Zeit erleben und was für sie wichtig ist. Als Mediatorin sehe ich meine Aufgabe deswegen auch darin, die Interessen der Kinder deutlich zu machen.

Wenn Eltern und Kindern einverstanden sind, kann ich die Kinder zu einer mit den Eltern vorbereiteten Sitzung einladen. Es muss klar sein, dass hier die Eltern und nicht die Kinder Entscheidungen treffen. Aber die Bedürfnisse der Kinder sollen ernst genommen werden. Die Eltern sitzen neben ihren Kindern und hören zu, während ich die Kinder ermutige, über alles zu reden, was ihnen am Herzen liegt.

„Sie werden wahrscheinlich gar nichts sagen.“, befürchten Herr und Frau S., deren Töchter den Vater nicht in der neuen Wohnung besuchen wollten. Susi (7) und Eva (10) sitzen auch ganz schüchtern auf ihren Stühlen. Susi kann dann der Versuchung nicht wiederstehen, mit dem dicken Stift auf die große Flipchart zu schreiben: „Mama und Papa sollen zusammenbleiben!“ - der erste Wunsch ist nicht erfüllbar. Aber das Eis ist gebrochen, und ihr fällt noch ganz vieles ein, was sie möchte: „Papa soll mir bei den Hausaufgaben helfen.“ und was sie nicht will: „Ihr sollt nicht ständig streiten.“ Eva denkt natürlich schon weiter: „Wenn ich das erste Mal in Papas neue Wohnung gehe, muss Mama mich begleiten.“. Sie braucht da offensichtlich mehr als nur eine verbale Erlaubnis. Und dann: „Ich möchte meine Freundinnen am Wochende bei Papa einladen dürfen“. Wir vereinbaren einen ersten Besuch und besprechen
genau, wie der ablaufen könnte.

Die Kinder der Familie D. sind schon viel älter. Die 17-jährige Tina und ihr 15-jähriger Bruder Florian möchten auch in die Beratungsstelle kommen. Tina bittet mich dann aber um ein Gespräch unter vier Augen: „Meine Mutter beklagt sich mir gegenüber immer über den Vater. Sie erzählt mir nachmittags oft stundenlang von ihren Problemen. Ich will das eigentlich nicht hören!“ Ich bestärke sie darin, dass das in Ordnung ist. Dann überlegen wir zusammen, wie
das Problem gelöst werden könnte. Sie entschließt sich, das selbst mit ihrer Mutter zu Hause zu klären.

Auch in der Mediation läuft offensichtlich nicht immer alles wie geplant. So fühle ich mich einigermaßen überrumpelt, als Herr und Frau F. mit ihren Kindern Anette (3), Florian (5) und Fabian (9) ohne vorherige Absprache vor der Türe stehen. Mutter und Kinder wirken erschöpft, ich bringe es nicht über das Herz sie nach Hause zu schicken, weil das Gespräch mit den Kindern eigentlich nur nach Absprache stattfinden sollte... Frau F. erklärt ihr Anliegen: „Die
Kinder sollen jetzt mit dem Vater regeln, wann sie ihn sehen wollen. Ich gehe so lange raus.“ Offensichtlich fällt es der Mutter in ihrer eigenen Verletztheit schwer, mit Vater und Kindern in einem Raum zusammen zu sein. Sie erklärt sich dann doch dazu bereit. Die Kinder fangen an zu malen und zu erzählen. Die Situation entspannt sich etwas, die Geschwister kommen in Bewegung, pendeln zwischen den Eltern, Florian sitzt am Ende auf Papas Schoß. Wir vereinbaren nur Termine für die nächsten zwei Wochen.

In einer Mediationssitzung mit Kindern kann ich nicht familientherapeutisch arbeiten. Ich möchte den Kindern Raum geben, den Eltern ihre Wünsche, Ängste, Hoffnungen zu zeigen.

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„Ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll“

Eine Familienszene in der Frauengruppe

von Andrea Klaas


Eigentlich möchte Ute Kindergärtnerin werden. Sie wohnt bei ihrem 12 Jahre älteren Freund, der lieber eine Familie mit ihr gründen möchte. Seit dem Tod ihres Großvaters, denkt sie, sie müsste wieder ins Elternhaus ziehen. Sie träumt von der Ausbildung, stellt sich andererseits ihr verändertes Leben als Mutter vor, und alternativ setzt sie sich mit aller Kraft für ihre Familie ein, die ohne die starke Persönlichkeit des Großvaters in Schwierigkeiten ist...  Je mehr Ute erzählt, desto weniger verstehen wir in der Gruppe, worum es wirklich geht.

Um die Situation zu veranschaulichen, bitte ich Ute, zuerst für sich selbst und dann für jede andere Person, die für ihre Entscheidung eine Rolle spielt, eine Stellvertreterin aus der Gruppe zu suchen. Sie ordnet diese dann im Raum an und erzählt zu jeder etwas: „Meine kleine Schwester, die ist erst 13 Jahre alt, die braucht mich - meine Mutter hatte schon in meiner Kindheit Depressionen, sie schafft das nicht mit meiner Schwester und jetzt fehlt noch der
Großvater - mein Vater, mit dem bin ich im Alter von meiner Schwester gar nicht gut klar gekommen...  er steht eigentlich eher für sich alleine, nicht so nah bei der Mutter...“   Immer wieder spielt das Landgasthaus, das schon der Großvater betrieben hatte und in dem Ute früher auch mitgearbeitet hat, eine große Rolle. Sie hat glückliche Erinnerungen daran - die große Wiese mit dem Schaukelpferd, ihr geliebter Großvater als „Seele“ der Wirtschaft - aber auch schwere, weil das Leben der ganzen Familie von der ständigen Arbeit geprägt war.

Inzwischen steht die Familie im Raum, gruppiert um ein leere Mitte, auf die alle schauen. „Da müßte eigentlich dein Landgasthof stehen, der spielt doch eine wichtige Rolle“, meint ein Gruppenmitglied. Wir ergänzen das Bild, und Ute stimmt zu, genau so sei es schon immer gewesen, alles schaut auf den Gasthof, für anderes bleibt keine Zeit. Ist sie jetzt nicht verpflichtet, sozusagen im Auftrag des Großvaters, dieses Familienerbe erhalten zu helfen?

Utes Stellvertreterin steht ihrer Familie ganz unsicher gegenüber, der einzige, der sie gestützt hatte, war der Großvater. Wir stellen ihn der Stellvertreterin symbolisch an die Seite. Die Trauer um den Verlust wird spürbar und die Frage, wie sie das verarbeiten kann.

Die Szene scheint vollständig zu sein. „Und wo ist dein Freund?“, fragt ein anderes Gruppenmitglied. „Den habe ich ja ganz vegessen!“, erschrickt Ute. Offensichtlich hat er noch keinen festen Platz in ihrem Leben. Aber Ute sucht eine Stellvertreterin und probiert aus - so ganz nah bei ihr passt es nicht, sie stellt ihn sich gegenüber, mit etwas Abstand.

Eine Grundlage für eine Entscheidung konnten wir in einer Sitzung nicht erarbeiten, aber es zeigt sich deutlich, was diese Entscheidung so schwer macht. Ute konnte sich ihre Situation mit etwas Abstand betrachten, bereichert um alles, was die Gruppenmitglied dazu beigetragen haben. Und genau dieser Abstand ist das, was uns verloren gegangen ist, wenn wir uns in ein Problem verrannt haben und alles unlösbar erscheint.

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Neues vom Förderkreis

 

Ich möchte mich bei allen, die die Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle im letzten Jahr unterstützt
haben, herzlich bedanken. Im Jahr 2004 haben wir an Förderkreisbeiträgen und Spenden insgesamt 3.560 € erhalten.

Das ermöglicht uns Aktivitäten, die sonst mit unserem eng kalkulierten Haushalt schwer möglich wären, wie z.B. die Renovierung eines Beratungszimmers und die Einführung der „offenen Sprechzeit“: um die Anmeldung zu erleichtern, bietet die Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle ab Februar 2005 regelmäßig die
Möglichkeit, sich in russischer und türkischer Sprache über Beratung zu informieren und Termine zu vereinbaren. Wir fördern Integration durch muttersprachliche Beratung.

Als kleines Dankeschön möchte ich Sie zu einem „romantischen Abend“ einladen:

Deutsch-Russische Liebesbeziehungen
zwischen Tradition und Moderne


Antonina Retz „Frau und Musiker“.
St. Petersburg. 1995

Referentin: Helene Kolb
Ehe-, Familien- und Lebensberaterin

Klavier: Elena Beselt (Ettlingen)

Samstag, 15. Oktober 2005, 19.30 Uhr
Evangelische Matthäusgemeinde
Vorholzstrasse 2, Karlsruhe.

Die Mitglieder des Förderkreises treffen sich bereits um 18:30 Uhr
zu einem Gespräch über die aktuelle Entwicklung der
Beratungsstelle mit Beraterinnen und Beratern aus dem Team.

Bitte merken Sie sich den Termin vor, die Einladung folgt im
Herbst.

Elke Schröder, die die Schirmherrschaft bei der Gründung anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Beratungsstelle übernahm, lebt nicht mehr in Karlsruhe und kann daher diese Funktion in Zukunft leider nicht mehr wahrnehmen. Ich danke ihr ganz herzlich für ihr Engagement für die Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle.

Die neue Schirmherrin

Ich freue mich, Ihnen Angela Geiger als neue Schirmherrin vorstellen zu können. Sie ist Mitglied der SPD-Gemeinderatsfraktion und stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Ich habe Frau Geiger immer als hilfreiche, engagierte und kompetente Gesprächspartnerin erlebt, was die Belange unserer Stelle anging.

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